Gemeinde Königheim

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Panorama Königheim
Panorama Königheim
Frühling in Königheim
Frühling in Königheim
  • Erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1149 zu nennen; allerdings schon 1099 erste Erwähnung im Zusammenhang mit dem Kloster Amorbach und deshalb fand im Jahre 1999 die 900-Jahr-Feier statt. In dieser Zeit trat Abt Adam vom Kloster Ebrach seine Güter in der Gemarkung Königheim an das Bistum Würzburg ab.
  • Würzburg wiederum überschrieben Sie 1559 unter Bischof Julius an Mainz.
  • Königheim war dann von 1773 - 1803 Sitz einer Mainzischen Amtsvogtei , die dem Oberamt Bischofsheim unterstellt war.
  • von 1803 - 1806 gehörte Königheim kurze Zeit zum Fürstentum Leiningen.
  • sodann schlug es Napoleon 1806 dem Großherzogtum Baden zu und diese badische Eigenschaft hat sich bis heute nicht mehr geändert.

Im Laufe seiner 900 jährigen Geschichte musste Königheim Phasen schwerster Erschütter-ungen und Zerstörungen durchstehen. Anfangs des 17. Jahrhunderts wüteten mehrere Feuerbrünste und legten große Teile des Ortes in Asche. 1635 steckten kroatische Soldaten im 30-jährigen Krieg den Ort in Brand, die Pest brach in der darauf folgenden Zeit aus und hinterließ tiefe Spuren. Sie dezimierte den Ort um 400 Seelen.

Wiederholt (lt. Chronik 15mal) brachten gewaltige Hochwasser der Brehmbach Leid in die Gemeinde; Zuletzt am Fronleichnamstag 1984. Dies wird wohl vielen noch in Erinnerung sein. Die Schäden beliefen sich auf 40 Mio. DM. Zerstört wurden 30 Scheunen, 18 Wohnhäuser, 90 PKW. 55 Stück Großvieh sowie 700 Schweine fielen den Fluten zum Opfer. Im Zuge der Beseitigung dieser Schäden beginnt die Dorfsanierung, womit wir in der heutigen Zeit wären.

Josefkapelle
Josefkapelle
Weinrebe
Weinrebe

Blenden wir aber nochmals in die Vergangenheit zurück, um die wechselvolle Geschichte unserer Gemeinde durch die Sonderheiten ihrer Kirchenbauten zu belegen. Drei Gotteshäuser fielen Zerstörungen zum Opfer; das vierte wurde baufällig und dann Mitte des 18. Jahrhunderts unter Mitwirkung von Balthasar Neumann im Barockstil erneut aufgebaut. Dieser Kleinod religiöser Kunst, ausgestattet mit einem Ölberg von Tilmann Riemenschneider, ist bis heute das historisch wertvollste Gebäude unserer Gemeinde geblieben. In der Mitte des 18. Jahrhunderts erlebte Königheim auch im Weinbau einen Höhepunkt. Auf der so genannten Weinstraße wurde unser Rebensaft in's Maintal bis nach Frankfurt und Mainz gekarrt. Aus dieser Zeit stammen auch die alten fränkischen Torbogen mit den so genannten Neidköpfen, die einen gewissen Reichtum andeuteten.

Heute sind wir mit ca. 100 ha Rebfläche die zweitgrößte Winzergemeinde in Tauberfranken. Zusammen mit etwa 1.200 ha Wald, davon ca. 900 ha Körperschaftswald, begründet sich das für unsere Gemeinde auf die Stirn geschriebene Prädikat "Wein- und Erholungsort" quasi von selbst. Daraus lässt sich auch ableiten, dass Königheim früher rein landwirtschaftlich geprägt war. Mittlerweile verdienen die meisten Bürger jedoch ihren Lebensunterhalt in Industrie und Gewerbe. Die Einwohner verteilen sich auf 4 Ortsteile und leben auf einer Markungsfläche von rd. 6 000 ha. Damit zählt Königheim zum dünn besiedelten ländlichen Raum, in einer vitalen Landschaft und unberührten Naturschutzgebieten.